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Perfect Match....

  • Maya
  • 5. Okt.
  • 6 Min. Lesezeit

... von der Kleiderwahl bis zum perfekten Date. Doch wie wird ein Date eigentlich perfekt?


Alles beginnt mit dem ersten Kontakt, der ersten WhatsApp, den ersten Worten.


Mein WhatsApp zeigt mir eine neue Nachricht. Gespannt schaue ich rein. Lächelt mich ein netter Herr direkt im Profilbild an? Hat der Herr sich Mühe gegeben beim Anschreiben? Oder doch wieder das bildlose Profil mit dem billigen Hey Schatz?


Nein. Es ist ein längerer Text. Eine kurze Erläuterung, was der Herr genau sucht, direkt schon inklusive einer Vorstellung des Wann und wo. So gefällt es mir. Es geht meine automatische Antwort direkt raus, alle meine Services und mein Preis. Mal schauen was kommt.


Kurz darauf schon die Antwort. Ein interessierter Kunde, der meinen Text gelesen hat. Er sendet mir ein Gesichtsbild. Gepflegt, sympathisch, nettes Lächeln, das passt. Wir machen ein Date aus. Seine Vorlieben hat er mir bereits in der ersten Mail genannt. Da es sich um ein Treffen in einem Hotel handelt, ist Diskretion geboten.

Am nächsten Abend ist es so weit. Die Vorbereitung beginnt. Duschen, Kleidung aussuchen, Dessous nach Wunsch. Ich schaue durch meinen Kleiderschrank. Die Dessous sind schnell ausgewählt. Jetzt geht es an das Offensichtliche. Das kleine Schwarze und die extra hohen 20cm Plateau-Highheels oder doch lieber Jeans und Bluse mit Ballerinas? Mh der Kunde wünscht diskret und elegant. Ich kenne das Hotel. Der Weg zum Zimmer führt an der Rezeption vorbei durch eine lange Lobby. Da ist das extrem kurze Kleid und die extra hohen Highheels denk ich das falsche Outfit. Ich entscheide mich für ein knielanges Strickkleid, halterlose hautfarbene Nylonstrümpfe und elegante Pumps. Ein wenig Makeup darf es auch sein.


Meine Gedanken schweifen ab. Ich stelle mir vor, wie ich in einem kurzen, knapp den Po bedeckenden Pailettenkleid in einem strahlenden blau, blauen Highheels mit Glitzer, hochgesteckten Haaren und Abendmake-up durch die überfüllte Hotellobby zum Aufzug stolpere, hoch in die richtige Etage fahre, natürlich alle Blicke auf mich ziehe und an der mir genannten Zimmertür klopfe. Mir öffnet ein verwirrt drein schauender Herr, da ich auch noch einen Zahlendreher in der Zimmernummer hatte.

Schlimmer kann es nicht werden. Mein Kunde öffnet die Tür gegenüber. Ich entschuldige mich und gehe in sein Zimmer. Sofort merke ich, etwas stimmt nicht. Er gibt mir die Fahrtkosten und bittet mich, das Date kurzfristig zu beenden. Es wäre sein Arbeitskollege gewesen, bei dem ich geklopft hätte und er würde in Teufelsküche kommen. Er habe um Diskretion gebeten und wenn sowas Einfaches nicht möglich ist, möchte er keinen weiteren Kontakt.


Ich werde unsanft aus meinen Gedanken gerissen, da mein Wecker mir sagt, ich müsse in 10 Minuten los.


Gott sei Dank ist mir das noch nie passiert und ich habe nur geträumt. Um diese Peinlichkeiten in Hotels zu vermeiden, informiere ich mich vorab über die Örtlichkeiten. Wie sind die Aufzüge ausgestattet? Sind sie frei nutzbar oder nur mit Schlüsselkarte?

Wenn ich mir, wie in diesem Fall nicht ganz sicher bin, lasse ich mich einfach unten vor der Tür oder in der Lobby vom Kunden abholen. So umgeht man auch direkt das Problem, vom Personal an der Rezeption angesprochen zu werden.


Es ist Zeit. Ich fahre los zum Hotel. Da es nicht allzu weit ist, komme ich problemlos und zeitig an. Grundsätzlich versuche ich 10 Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt am Ziel zu sein. Es kann immer mal etwas dazwischen kommen. Sei es die Parkplatzsuche oder bei längerer Fahrt auch mal ein Stau. Ich lebe nach dem Grundsatz: "10 Minuten vor der Zeit ist des Deutschen Pünktlichkeit."

Lieber noch ein paar Minuten im Auto warten statt zu spät zu kommen.


Perfekt. Ich werde schon vor dem Eingang erwartet. Eine freundliche Umarmung zur Begrüßung, ein nettes Lächeln. Wir gehen zum kurzen Kennenlernen auf ein Getränk in die Hotelbar. Ich schaue mich diskret um.


Mir kommt der Gedanke, wenn dich jetzt das Personal anspricht, wie verhälst du dich? Was würdest du tun, wenn du allein zum Zimmer rausgehen müsstest und das Personal an der Rezeption spricht dich an? In dem Blog anderer Damen liest man Tipps mit den Worten "Chatbot Modus an: Entschuldigung, ich habe Sie nicht verstanden" in Dauerschleife, bis man die Dame gewähren lässt.

Bitte, nein. Das ist eine so unhöfliche Variante. Nein. Wie würde ich reagieren? Die Damen und Herren machen doch auch nur ihren Job. Ich würde sagen, ich möchte zu Herrn xy, wir sind verabredet. Gibt es an der Stelle Probleme würde ich darum bitten, dass mein Kunde angerufen wird und bitte zur Klärung an die Rezeption kommt. Immer freundlich, wir machen alle nur unseren Job.


Nach einem kurzen und sehr netten Smalltalk geht es dann gemeinsam rauf ins Zimmer. Dort liegt schon das Geld bereit. Ich nehme nach Aufforderung die vereinbarte Summe entgegen, zähle nach und packe sie weg. Ab jetzt blende ich das Geld aus. Dies ermöglicht eine entspannte Atmosphäre und ein vertrautes Miteinander.


Ein wenig anders läuft es natürlich ab, wenn ich zu einem Kunden nach Hause fahre. Hier wähle ich aus Diskretionsgründen tatsächlich eher die Jeans und das Tshirt oder eine Bluse und Ballerinas oder Sportschuhe. Die Ausrede an der Stelle wäre dann immer noch, ich möchte etwas abholen, das ich auf einer Plattform gekauft habe. Auch hier wieder die 10 Minuten früher. Ich parke etwas abseits. Der letzte Blick vor dem Aussteigen geht noch einmal in den Spiegel. Frisur und Makeup sind ok, dann kann es losgehen. Ich gehe zu der genannten Adresse. Entweder schreibe ich, wenn abgesprochen, eine WhatsApp oder ich schelle. Wieder schießen mir beim Aussteigen hunderte Gedanken durch den Kopf. Was ist, wenn eine Person in der Tür steht, die gar nicht zu den Bildern passt? Was mache ich, wenn der Name, der mir angegeben wurde, gar nicht auf den Klingeln steht und auch keiner per WhatsApp oder Handy erreichbar ist?

Der Name steht schonmal auf der Klingel. Glück gehabt. Der Summer ertönt und die Tür springt auf. Ich muss in die 3. Etage. Die Treppen ziehen sich wie Kaugummi. Sie wirken endlos. Gefühlt beobachten mich alle Nachbarn durch die Türspione. Die letzte Treppe. Nur noch ein paar Stufen. Die Wohnungstür geht auf. Der Herr von dem Foto lächelt mich herzlich und freundlich an und begrüßt mich mit den Worten:" Hallo Maya, schön dich endlich kennenzulernen". Ich bin positiv überrascht. Wir gehen in die Wohnung. Das Geld liegt auf dem Wohnzimmertisch, daneben ein kleines Geschenk. Das ist ja süß. Ich lächle schüchtern, bedanke mich und zähle das Geld. Dann stecke ich die Scheine und das Geschenk in die Tasche. Die Sympathie passt. Es kann ein schöner Abend werden.


Der Kunde war so begeistert, dass er direkt einen nächsten Termin vereinbaren wollte. Diesmal sollte es eine Einladung in ein PrivateSpa sein, da er noch einen Gutschein hat und diesen gern mit einer netten Begleitung einlösen würde für 2h.

Wir suchten einen Termin aus und verabredeten uns. Komisch wurde es, als ich einen Tag vor dem Termin noch einmal um die Terminbestätigung bat und den freundlichen Hinweis gab, mir doch das Geld für die vereinbarte Zeit vorab vor der Tür zu geben. Ich habe mit allem gerechnet nur nicht damit, dass er das "Private" wörtlich nimmt und schreibt: Welches Geld? Welche Bezahlung? Ich lade dich doch ein und zahle da schon alles?


Ich war kurz sprachlos bevor ich vor Lachen vom Stuhl kippte...... das perfect Date ist trotz allem immer noch ein Job. Liebe Männer, wenn ihr euch eine schöne Zeit mit einer Escort-Lady machen möchtet, kommen die Kosten für die Dame selbstverständlich on top. Ihr geht ja auch nicht ins Restaurant, bestellt Essen und zahlt nicht fürs Dessert.....


Warum erzähle ich euch die ganze Story?


Wichtig ist immer das Thema Diskretion. Für mich ein Wort, das viel mehr als nur ein Nomen ist. Gerade im Escort-Gewerbe ist es ein Grundprinzip. Wir Damen möchten uns eher ungern das Wort "Nutte" oder "Escortdame" auf die Stirn tätowieren, genauso haben die Herren einen Hintergrund, weshalb sie uns buchen. Das sollte dringend respektiert werden. Meist stehen Familien und Existenzen auf dem Spiel. Diese sollte eine gute Escortdame immer achten.

Diskretion fängt bei der Wahl der Kleidung an. Hier kann man ganz einfach 3 Fragen stellen:

1. Wo treffen wir uns? Ist es ein Einfamilienhaus auf einem abgelegenen Bauernhof außerhalb der Stadt? Eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus oder ein Hotelzimmer in einem renommierten Hotel?

2. Welche Person treffe ich? Einen Herrn auf Geschäftsreise, der womöglich mit Arbeitskollegen im gleichen Hotel nächtigt und einen Ruf zu verlieren hat? Oder doch der Junggeselle, der sich eine schöne Zeit machen möchte und abgelegen ohne Nachbarn wohnt?

3. Welche Wünsche sind vorab geäußert worden? Wurde über spezielle Kleidung gesprochen, wurden Dessouswünsche geäußert?


Genau diese Fragen entscheiden, wie ein Date vorbereitet wird. Wenn mich der Geschäftsmann im Hotel bucht, die Lobby in einem großen Hotel ist voll, ist das kurze blaue Paillettenkleid mit 20cm hohen Plateau-Highheels nicht ganz die richtige Wahl. Mein Tipp für die Diskretion an der Stelle ist ganz einfach, versetzt euch in die Lage des Herrn. Wie würdet ihr euch an der Stelle fühlen, wenn eine Dame durch die volle Lobby stolpert, so eben die wichtigsten Stellen bedeckt und zu allem Überfluss auch noch nach der Zimmernummer xy fragt?

Ein elegantes Kleid, knielang ca, Pumps und dezentes Makeup reichen völlig aus. Die Männer wollen Klasse. Niveau. Kein Flittchen. Wir sind ja schließlich nicht im Puff oder auf dem Straßenstrich.

Leider verwechseln unsere häufig osteuropäischen, ordinär Kaugummi kauenden Damen in diesem Gewerbe den klassischen Straßenstrich, das klassische Laufhaus / das klassische Bild einer Prostituierten mit der diskreten, vernünftigen Escort-Dame.


Für uns Damen ist es natürlich immer ein Zeichen, dass es euch gefallen hat, wenn ihr privat etwas mit uns unternehmen wollt. Allerdings ist es immer noch unsere Zeit, die wir für euch hergeben, um gemeinsam Spaß zu haben und eine unbeschreibliche Zeit zu verbringen. Daher überlegt immer, welchen Hintergrund unser Treffen hat. Wir sind auf einer professionellen Ebene. Vergesst bitte nie, sobald es auf die private Schiene geht, leidet die Diskretion.

 
 
 

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